Rezensionen

Lebens(t)räume, Oktober 2015 (Lyrik)

Die Erde dankt Motoren, die schweigen

von Hartmut Warm, Wolfbach-Verlag
Vertieb: Synergia , ISBN 978-3-90-5910728

Kennen Sie die von Hartmut Warm aufgefundenen Ordnungsstrukturen im Sonnensystem?
Wenn nicht, besorgen Sie sich unbedingt das Buch „Die Signatur der Sphären“. Sie werden fasziniert sein. Das verspreche ich Ihnen. – In eine mystische Welt tauchen Sie mit ihm ein, wenn Sie sich den Gedichtband „Die rettenden Verse noch ungeschrieben – Die Winterreise 2011“ gönnen.
Ihre Seele wird befreit(er), wenn Sie dieses hier vorgestellte Buch unter dem Gesichtspunkt der Vergänglichtkeit und Einsamkeit lesen, und sich mitnehmen lassen in die Gefilde der Freiheit und Schönheit, die es bei entsprechender Wachheit immer noch überall auf dieser Erde gibt.


Wolfgang Maiworm
Lebens(t)räume, Oktober 2015




NNA news (News Network Anthroposophy), Oktober 2015 (CD Planetenmusik 2)

Der Kosmos im Wohnzimmer
von Walter Siegfried Hahn

MAINZ (NNA) – Kaum jemand wird sich wohl dem Zauber der vorliegenden CD von Hartmut Warm, Brian Cranford und Tobias Krug entziehen können. Sie bringt uns den Kosmos ins Wohnzimmer. Es handelt sich um reale Beziehungen von Planeten, in Töne verwandelt und auf menschliches Hörvermögen transponiert. Aber vermutlich klingen sie auch ohne dieses Wissen so wunderschön und so unglaublich fremd und bekannt zugleich.

Hartmut Warm hat in 20 Jahren eine Wissenschaft der Planetenbeziehungen entwickelt. Die von Pythagoras eingeführte und von Kepler erneuerte Idee der Sphärenharmonie ist von Hartmut Warm aufgrund hochgenauer astronomischer Verfahren nachgewiesen worden. Danach finden sich die musikalischen Intervalle in den Bahngeschwindigkeiten (an bestimmten Stellen der elliptischen Bahnen) der Planeten wieder.

Durch sein Buch Die Signatur der Sphären und seine Vortragstätigkeit ist sie vielen bekannt geworden. Noch bekannter sind die aus seinen Berechnungen entstandenen graphischen Bilder, die Nachahmer und Kopierer gefunden haben. Zugleich haben sich Tobias Krug und Brian Cranford mit der musikalischen Darstellbarkeit kosmischer Bewegungen beschäftigt. Aus der Zusammenarbeit aller drei liegt nun eine zweite CD mit Planetenmusik vor.

Transzendentes Erleben

Ich höre kammermusikalische Miniaturen mit bekannten Instrumenten wie Klavier, Litophon, Klarinette, Monochord, Orgel. Sie erinnern von Ferne an Satie, Debussy oder auch Stockhausen und Ligeti. Während die zwei Jahre vorher erschienene erste Planetenmusik nur aus rein maschinell generierten Tönen besteht, spielen auf der zweiten richtige Musiker richtige Instrumente, etwa Masako Ohta (Klavier) oder Heinz Friedl (Klarinette). Das ändert an der Andersartigkeit der Musik nichts, eher steigern die bekannten Klangfarben noch das transzendente Erleben.

Die Künstler mussten für diese CD verschiedene Entscheidungen treffen: Die Planetenbeziehungen selbst, den Zeitraum, die Zeitkomprimierung, Tonlage und Tonlänge, aber auch die Klangerzeugung und Instrumentalisierung gab es auszuwählen. Was die Zeitkomprimierung betrifft, umfasst das Stück “Zeitgeist” den Zeitraum vom 21.3.2003 bis zum 19.3.2005 und dauert auf der CD sieben Minuten. Ein Tag entspricht bei diesem Titel also ungefähr 1,74 Sekunden.

Es wäre durchaus interessant, andere Auswahlen, andere Realisationen hören zu können. Doch kann ich mir vorstellen, dass man diese Aufnahme dereinst als Klassiker bezeichnen wird. Nicht nur weil sie als eines der ersten Werke heraus kam, die reale Planetenbeziehungen vertonen, sondern auch weil sie so umwerfend “wahr” und so fein ausgewählt ist.

Musik im Werden

Selten, seit Bach und den legendären Grateful Dead, hat man eine Musik gehört, die derart im Werden ist. Man kann das Geistige, man kann Seelisch-Warmes und Lebendig-Ätherisches in diesen Aufnahmen erleben, doch das Physische hat bei aller Klarheit und Transparenz wenig Substanz. Was mich zu dem Wunsch führt, den ich für dieses Projekt habe: Live-Aufführungen, vielleicht mit Vorträgen und Seminaren verknüpft.
Aufführungen solcher Musik in vielen Konzerthäusern und bei vielen Festivals, das wünsche ich ihr.

Walter Siegfried Hahn
in: NNA news
Bericht-Nr.: 151020-02DE Datum: 20. Oktober 2015
http://www.nna-news.org/de/nachrichten/artikel/der-kosmos-im-wohnzimmer-2491/
Brian Cranford / Tobias Krug / Hartmut Warm,
Planetenmusik2/music of the plants, Dauer 69:25 Minuten.
Nr. 978-3-8306-7727-7. Preis 14,95 Euro.
© 2015 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten.




Info3 – Anthroposophie im Dialog, September 2013 (CD Planetenmusik)

Planetenmusik hörbar gemacht

Klangerfahrung auf Forschungsbasis

Raum, Weite und Stille eröffnen sich gleich in den ersten Momenten. Orgelähnliche Kaskaden wie bei Bach oder Messiaen folgen. Auch im nächsten Stück Anklänge an Bach, diesmal mit Tönen, die an ein Cembalo erinnern. In der Folge erklingen durchaus unterschiedliche “Instrumentierungen”, ja “Orchestrierungen” und “Stile”, Elemente von Weltmusik oder Jazz scheinen aufzuleuchten, auch wenn es sich tatsächlich um ganz Neues und immer um synthetisch erzeugte Klänge handelt. Doch das Staunen bleibt und die Freude, die von diesen unerhörten Klangwelten ausgehen.

Diese CD ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von Hartmut Warm, dem Forscher und Autor des Buches “Die Signatur der Sphären” mit dem Musiker Brian Cranford und dem Künstler Tobias Krug. Ziel ist es, die Bewegungen der Planeten am Firmament musikalisch umzusetzen. Warm hat in seinen Arbeiten die 2500 Jahre alte und von Kepler vor vier Jahrhunderten entscheidend erneuerte Idee der Sphärenharmonie untersucht und in aufwändigen, maschinengestützten Berechnungen auf eine neue Weise bestätigt gefunden. Demnach sind die musikalischen Intervalle mit statistisch hochsignifikanter Übereinstimmung in den Verhältnissen der Bahngeschwindigkeiten der verschiedenen Planeten an bestimmten Punkten ihrer ellipsenförmigen Umlaufbahnen wiederzufinden.

Um zu verstehen, was auf der CD zu hören ist, ist es hilfreich, sich ein Instrument vorzustellen, das immer dann erklingt, wenn zwei Planeten bei ihrem Umlauf um die Sonne einen bestimmten Punkt durchlaufen. Solche Positionen der Himmelskörper werden als Schwingungsverhältnis oder geometrische Figur markiert und in Klang transformiert.

Jeweils sechs der eingespielten Stücke werden nach der Methode Warm bzw. nach der Methode Cranford/Krug realisiert – beide sind im informativen CD-Booklet erläutert. Gemeinsam haben sie, dass jeweils ein bestimmter Zeitraum (von zum Beispiel tausend Jahren) abgebildet wird und dass die kosmischen Verhältnisse zeitlich sehr komprimiert werden. Das Geschehen erscheint dabei in verschiedenen Zeitraffern. In Töne umgesetzt werden entweder Geschwindigkeitsverhältnisse oder die Winkel zwischen den Planeten. Obwohl es sich um die Umsetzung von exakt berechneten Positionen handelt, die die tatsächlichen Planetenbewegungen wie als Partitur widerspiegelt, gibt es bei beiden Methoden einigen künstlerischen Freiraum, etwa was die Klangerzeugung oder das Klangbild betrifft.

Auch wer sich für ihren tiefen wissenschaftlichen Hintergrund nicht interessiert, wird grossen Gewinn vom Hören haben. Ungehörte Rhythmen und zeitliche Abfolgen verändern den eigenen Atemrhythmus. Die Beobachtung von Musik in ihrem Verhältnis zu uns selbst ermöglicht uns, uns selbst und wohl auch die Weite um uns herum vertieft zu spüren

Walter Siegfried Hahn
Info3 – Anthroposophie im Dialog
September 2013 (CD Planetenmusik)




DAV-Rundbrief (Deutscher Astrologen Verband), 4/07, Dez. 2007

Hartmut Warm: Die Signatur der Sphären

Für mich war Hartmut Warm eine der Entdeckungen auf dem DAV-Kongress in Karlsruhe. Warm, kein Astrologe, sondern ein Ingenieur mit der Fähigkeit des Staunens und des weiten Herzens, schaut auf besondere Weise das Spiel der Planetenumläufe im Sonnensystem an – und erkennt bei seiner Schau, welche wunderbaren Muster die Planeten an den Himmel zeichnen.

Dass die Venus im Verlauf von 8 Jahren, die 5 synodischen Umläufen der Venus entsprechen, einen Fünfstern an den Himmel zeichnet, wissen wohl die meisten Astrologen und sonstigen Sterngucker. Dass sich aber auch aus dem Wandel der Verbindungslinien zwischen zwei sich jeweils bewegenden Planeten faszinierende geometrische Muster ergeben, erwartet kaum jemand. Aber es ist so: Die Wandelsterne unseres Sonnensystems bewegen sich nicht nur in Zyklen und Rhythmen, sondern sie bilden zugleich untereinander ästhetisch anrührende Muster – Muster, die nicht selten komplexen Blüten gleichen.

Hartmut Warm hat aus seiner Entdeckung ein Buch gemacht, eine umfassende Publikation, in der er ein Panorama astronomischer, aber auch harmonikaler, philosophischer, musikalischer und mathematischer Überlegungen anbietet. Die Sicht von Kepler wird ebenso erarbeitet und dargestellt wie die Perspektiven moderner Astronomie und sonstiger Naturwissenschaft. Ein umfangreicher Anhang weist die technischen, geometrischen, arithmetischen und musikalischen Ansätze und Argumente nach.

Beim Lesen kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Dass der Himmel “schön” ist, ahnen wir allnächtlich, wenn wir in die funkelnden Sterne blicken. Dass er im Verfolg zeitlich sich bildender Konstellationen zusätzlich schönste Blumen und Figuren malt, erkennen wir jetzt. – Es gab in Astronomie und Astrologie in Deutschland mit Dr. Theodor Landscheidt bereits im vorigen Jahrhundert einen modernen Kepler. Seine Publikationen “Wir sind Kinder des Lichts”, “Astrologie – Hoffnung auf eine Wissenschaft” und “Sun, Earth, Man – A mesh of cosmic oscillations” sind unvergessen. Nun haben wir mit Hartmut Warm einen neuen Vertreter einer spiritualisierten und musischen und zugleich exakten Perspektive auf den Kosmos. Er lehrt uns auf eigene Weise schauen und staunen.

Dr. Christoph Schubert-Weller
in: DAV-Rundbrief, 4/2007




Tattva Viveka (Zeitschrift für Wissen- schaft, Philosophie und spirituelle Kultur ) Nr. 48, Aug. 2011 (DVD)

Hartmut Warm: Die Signatur der Sphären

DVD, Nuoviso Filmproduktion, 2010, 100 min., € 19,90

Die Planeten unseres Sonnensystems bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne. Dabei passiert jeder Planet einen sonnenfernsten und einen sonnennächsten Punkt. Gravitationskräfte bewirken, dass die Planeten diese beiden Punkte mit unterschiedlicher Geschwindigkeit passieren. Die Überraschung ergibt sich, wenn man die Geschwindigkeiten der Planeten miteinander in Bezug setzt. 13 von 18 möglichen Proportionen stimmen signifikant mit denen musikalischer Intervalle überein. Offenbart sich hier die Musik der Schöpfung? Mit einer eigens entwickelten Software erforscht Hartmut Warm die Harmonie der Sphären. Dabei konnte er Gesetzmäßigkeiten sichtbar machen, die offenbar einer höheren Ordnung entspringen.

Seine Forschungen weisen darauf hin, dass sich die Planeten unseres Sonnensystems in einer harmonischen Ordnung bewegen. Warm geht davon aus, dass es im Kosmos eine schöpferische Kraft gibt, die mehr ist als ein Naturgesetz oder bloßer Zufall.

Die Idee, dass die Schöpfung oder das Universum aus Klang entstanden ist, zieht sich durch viele Mythen des Altertums. Wir kennen dies aus der Bibel: “Am Anfang war das Wort.” Oder etwa aus den vedischen Hymnen: “nada brahma”, der Schöpfungsklang. Im Altertum wurde diese Theorie schließlich von Pythagoras auf eine rationale Grundlage gestellt und war in der Antike und im Mittelalter stets präsent, bis sie vor 400 Jahren von Johannes Kepler entscheidend weiterentwickelt wurde. In seinem Hauptwerk Harmonices mundi, die Harmonie der Welten, beschreibt er diese harmonischen und harmonikalen Verhältnisse. In jüngerer Zeit waren es im 19. Jh. Thimius und im 20. Jh. Hans Kayser, die harmonische Verhältnisse im Sonnensystem beziehungsweise überhaupt in der Natur beschrieben haben. Mit den neuen technischen Möglichkeiten der Computersimulation und moderner Rechen- und Messverfahren wird wieder eine neue Stufe in dieser Forschung erreicht.

Hartmut Warm arbeitet seit vielen Jahren in diesem Gebiet. Die vorliegende DVD ist eine Zusammenstellung aus einem Vortrag, einem Interview, einen Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm “Epos dei” (Rezension in Tattva Viveka 46, November 2010) und einigen Sphärenmustern von Planetenbewegungen. Tattva Viveka Lesern dürfte er durch seinen Artikel “Die Signatur der Sphären” in Ausgabe 19 (April 2003) bekannt sein.

Eine höchst aufschlussreiche Dokumentation zu einem der spannendsten Phänomene der naturwissenschaftlichen Forschung.

Ronald Engert
in: Tattva Viveka, August 2011




JUPITER – Astronomie, Mathematik und Anthroposophie 02/07, Nov. 2007 (Programm)

JUPITER – Astronomie, Mathematik und Anthroposophie

Die Signatur der Sphären

HARTMUT WARM: Die Signatur der Sphären — Von der Ordnung im Sonnensystem; Buch: Keplerstern Verlag, 2. erweiterte Auflage, Hamburg 2004, 448 Seiten, gebunden, über 200 s/w Abbildungen, EUR(D) 29,80; Programm: siehe www.keplerstern.de, ab EUR 49,00.

In den sechziger Jahren, als die die astrophysikalischen Erkenntnisse bereits dazu geführt haben, unser Sonnensystem als winziges, verlorenes Zufallsprodukt in den unermesslichen Weiten des Weltraums anzusehen, prägte Joachim Schultz mit seinem Buch Rhythmen der Sterne eine ganze Generation anthroposophischen orientierter Himmelsforscher und Himmelsfreunde. Auch heute gipfeln Astronomieepochen an Waldorfschulen gerne in der geozentrischen Darstellung der Venus, die in acht Jahren eine überraschend exakte fünfblättrige Bahn durchläuft (Abb. 65). Die von der Erde aus sichtbaren, sogenannten Schleifenbewegungen variieren von Planet zu Planet. Sie charakterisieren ihn in seiner Beziehung zur Erde. Insofern schaffen die Schleifenbewegungen eine Brücke von der Beobachtung der einzelnen Wandelsterne zum Erleben ihrer Ganzheit und Beziehung untereinander. Solche Erlebnisse haben den großen JOHANNES KEPLER zu Beginn der Neuzeit zu seinen bahnbrechenden Forschungen beflügelt, spielen aber in der gängigen Astronomie nur eine untergeordnete Rolle.

Eine Ausnahme bilden hier das Buch und die Software von Hartmut Warm: Die Signatur der Sphären. In seinem Buch entwickelt Hartmut Warm die harmonikale Struktur unseres Planetensystems unter Mitberücksichtigung der fernen Planeten Uranus, Neptun und Pluto auf der Grundlage moderner Computerberechnungen und statistischer Erwägungen erheblich weiter.Durch die Veröffentlichung der verwendeten Software kann sich nun jeder Interessierte selber ein Bild von diesen Beziehungen machen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Neben den Planetenbahnen aus geozentrischer Sicht, wie wir sie bereits aus dem o.g. Buch von Joachim Schultz kennen, lassen sich mit regelbarer Schrittweite viele verschiedene Konstellationen von Planeten berechnen und zeichnen. Das Zentrum ist frei wählbar (Sonne, Erde oder anderer Planet), die perspektivische Ansicht ist um 3 räumliche Achsen drehbar, es können Raumgeraden eingezeichnet werden, die die Positionen bei Konjunktion und Opposition weiterer Planeten verbinden. Außerdem können die Rotationen der vier sich langsam um sich selbst drehenden Körper (Sonne, Merkur, Venus, Mond) mitberücksichtigt werden. Beispielsweise lassen sich die Positionen der Venus markieren, wenn sie jeweils dieselbe Seite der Sonne zuwenden (sog. Venus-Sonne-Blicke), was auch eine Art Pentagramm im Raum ergibt. Auch Bewegungen des gemeinsamen Schwerpunktes mehrerer Planeten können gezeigt werden . Schließlich verdeutlichen Langzeitsimulationen über einen Zeitraum von 10 Millionen Jahren die Bereiche, in denen ein Planet sich bewegen kann, die sogenannten Bahnsphären.

Durch zwei Bilder (Abb. 65 und 66) lassen sich die vielfältigen bildschaffenden Möglichkeiten des Programms kaum veranschaulichen. Dankenswerterweise gibt es im Internet auf der Seite www.keplerstern.de eine kostenlose Probeversion zum Download , die zu eigenem Experimentieren einlädt, wobei die vorprogrammierten Beispiele als Leitfaden dienen können, sich in die Möglichkeiten des Programms einzufinden.

Mich selber erfreute es besonders, die ganz schlichten geozentrischen Planetenbahnen gezeichnet zu bekommen: den Fünferrhythmus bei der Venus und einen Dreierrhythmus beim Merkur (etwa 21 Schleifen in sieben Jahren). Beim Mars bilden acht Schleifen in etwa 18 Jahren einen unregelmäßigen Kranz. Die obersonnigen Planeten Jupiter, Saturn und Uranus dagegen ziehen Jahr für Jahr ganz regelmäßig eine Schleife, so dass sich der Kranz nach 12, 29 bzw. 84 Jahren schließt.

Mit Keplerstern hat Hartmut Warm einen treffenden Namen gefunden für seinen Selbstverlag und seine Website, die es dem Laien wie dem Kundigen ermöglicht, vielfältige Beziehungen im Planetensystem aufzusuchen, zu veranschaulichen und sich daran vielleicht -wie einst Kepler- zu begeistern.

Sebastian von Verschuer, Hamburg in:
JUPITER – Astronomie, Mathematik und Anthroposophie, 02/07, Nov. 2007




Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 51, 17. Dezember 2006

Faszinierende Einblicke in eine kosmische Partitur


“…..harmonisch all das All durchklingen…”

Es ist schon auffallend, von wie viel unterschiedlichen Gruppierungen der Autor eines Buches “von der Ordnung im Sonnensystem” um Vorträge gebeten wird. Astrologische, anthroposophische, esoterische, aber auch astronomische Institute und Vereine veranstalten Tagungen mit Hartmut Warm. In Schulen und Hochschulen, in Sternwarten, auch in Räume von den Kirchen nahe stehenden Bildungswerken ist er eingeladen, um über seine staunenswerte und ästhetische “Signatur der Sphären” zu sprechen. Er vermittelt ein Wissen, das Staunen weckt und in die Hände klatschen lässt.

Markiere einen Standpunkt in deinem Zimmer. Gehe wenige Schritte und bleibe stehen. Markiere auch diesen Punkt. Ändere die Richtung und gehe noch ein paar Schritte. Bleibe stehen und markiere auch den dritten Punkt. Verbinde die drei durch Linien zu einem Dreieck und etwas Bemerkenswertes ist geschehen: Eine zeitliche Abfolge ist zu einem räumlichen Bild geworden, das die Zeit aufhebt und Gleichzeitigkeit ermöglicht.
Das Gleiche geschieht im Prinzip, wenn wir die Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne darstellen oder die Punkte größter Annäherung oder größter Entfernung zwischen zwei oder drei Planeten markieren oder Mittelpunkte ihrer jeweiligen Verbindungslinien kennzeichnen. Etwas, was zeitlich hintereinander geschieht, ist räumlich gleichzeitig anschaulich geworden. Und über einen längeren Zeitraum hin wiederholen sich die Ereignisse in anderen Abschnitten des Tierkreises und dabei entstehen Bilder von hinreißender Schönheit und Symmetrie, die an Blüten oder Spitzenklöppeleien erinnern.
Manches ist lange bekannt, zum Beispiel der schöne Fünfstern, der sich in genau acht Jahren = fünf synodischen Umlaufzeiten der Venus auf dem umgebenden Tierkreis abzeichnet. Vieles ist erst durch die Rechenleistung des Personalcomputers darstellbar geworden, es geschieht aber seit vielen Millionen von Jahren.

Ausgang seines Forschens aber war für Hartmut Warm nicht die Suche nach dem schönen visuellen Eindruck, sondern das Interesse an der alten Sphärenharmonie, also dem Klang. Nicht als ob für unsere leiblichen Ohren im Weltraum etwas zu hören wäre. Eher an das geistige Hören eines Musikers ist zu denken, der still und gesammelt in einer Partitur liest. Größenverhältnisse von eins zu zwei oder zwei zu drei “tönen” als Oktave oder Quinte, wenn sie auf einer klingenden Violinsaite abgegriffen würden. Andere Proportionen ergeben andere Intervalle. In der Astronomie lassen sich solche Proportionen ebenso aufspüren wie in der Architektur oder der Botanik, Proportionen, die in dem Sonderfall der Musik auch für leibliche Ohren hörbar sind. Die schöne Blüte der Passionsblume etwa teilt den Vollkreis mit der dreizipfligen Narbe in drei Kreisdrittel, mit den fünf Staubgefässen aber in fünf Fünftel. Diese Proportion drei zu fünf oder drei Fünftel “klingt” aber als große Sexte.

Eine Besonderheit dieses Buches besteht in seiner Behutsamkeit. Es möchte sehen und hören lehren, meidet aber weltanschauliche, esoterische, astrologische oder religiöse Schlussfolgerungen und Schnellschüsse: “Ob der einzelne aus der im Grunde unbegreiflichen Existenz und teils auch höchst unwahrscheinlichen Geordnetheit der Dinge dann das Wirken einer schöpferischen Macht ableitet, ist letztlich eine Glaubensangelegenheit. So ist selbstverständlich auch die in unserem Planetensystem festzustellende Ordnung kein Gottesbeweis oder etwas in der Art. Sie zeigt mit ihren verschiedenen Aspekten nur auf, dass das Gefüge der Himmelskörper offensichtlich so aufgebaut zu sein scheint, als wenn es das Werk einer bewussten schöpferischen Kraft ist.”

Dies ist ein schönes und erstaunliches Buch. Es ist ein wichtiges Buch. Aber es ist auch ein Buch, das Mitarbeit fordert. Es ist nur eingeschränkt ein Buch für Menschen, die Berührungen mit der Mathematik in jedem Fall panisch ablehnen. Aber diese letzte Bemerkung soll auch niemand abschrecken. Die Grundrechenarten und einige geometrische Grundkenntnisse sind für das Verständnis erforderlich und reichen aus. Die komplizierteren Berechnungen, denen manche der Interessierten vielleicht nicht in jedem Fall folgen können (einschließlich des Rezensenten!), sind dem Buch auf den gut achtzig Seiten seines Anhanges beigefügt. Was der Autor zeigen will, bleibt aber zugänglich auch für die, denen die höheren Weihen für dieses Feld fehlen.

Gunther Pistor
in: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung, Nr. 51, 17. Dez. 2006




Astrologie Heute Nr. 117, Okt./Nov. 2005

Ästhetik der Phänomene

Hartmut Warm erbringt in seinem Buch Die Signatur der Sphären den Nachweis, dass den Abständen und Bewegungen der Planeten unseres Sonnensystems eine erstaunliche Geordnetheit und Harmonie zugrunde liegt. So offenbaren sich dem Betrachter der planetaren Strukturen über die Zeiträume hinweg eine Reihe geometrischer Figuren, sowie, in Übertragung auf die Akustik, die musikalischen Akkorde der Terz, Quart, Quint, usw. Damit befindet sich der Autor in der Tradition der – von Monochord und Tetraktys ausgehenden – pythagoräischen Sphärenharmonie bzw. in der Nachfolge von Johannes Kepler. Dieser hatte vor vierhundert Jahren in seinem Buch ‚Das Weltgeheimnis’ die Platonischen Körper (Dodekaeder, Ikosaeder, etc.) zur Abstandsbestimmung der Planeten herangezogen, und in seinem Alterswerk ‚Weltharmonik’ jubiliert: “Die Himmelsbewegungen sind nichts als ein ununterbrochener Gesang für mehrere Stimmen!”

Der ehemals kaiserliche Hofmathematiker wird im vorliegenden Buch durch Warm ergänzt und korrigiert – wobei dessen mit modernsten astronomischen Berechnungsmethoden gemachten Entdeckungen nicht weniger phänomenal sind als die des Ahnherrns der heutigen Astronomie und Astrologie: So zeigen Venus und Erde in ihrer Interaktion am Himmel ein wunderschönes Pentagramm, während Mars dazu ein Quadrat bildet. Zwischen Jupiter und Uranus enthüllt sich über die Jahrhunderte ein Hexagramm, die Konjunktionen von Jupiter und Neptun bilden über die Jahrtausende ein nahezu perfektes Zwölfeck.

Natürlich wäre es für einen Astrologen nahe liegend, den im Verhältnis der Planeten zueinander auftretenden Zahlenwerten jeweils bestimmte Bedeutungen zuzuordnen. Doch Warm – ganz Naturwissenschaftler – enthält sich hier weit gehend der zahlenmystischen Deutung bzw. metaphysischen Spekulation. Dies mag dem Esoteriker auf den ersten Blick befremdlich und unbefriedigend erscheinen, ist aber gar nicht schlecht: So kann nämlich unser Verstand offen bleiben für die Ästhetik der Phänomene, kann sich unser Herz – ungehindert von voreiligen Interpretationen – vom Zauber der Figuren und Proportionen anrühren lassen …

Dass die in unserem Sonnensystem herrschende wundersame Ordnung ein Produkt blinden Zufalls sei, mag man nach der Lektüre des Buchs jedenfalls nicht mehr glauben. Insofern gibt uns Warm – in einer von den Naturwissenschaften über weite Strecken sinnentleerten Welt – das Gefühl der Geborgenheit, einer existenziellen Verankerung im Kosmos wieder.

Die hier behandelten mathematischen Berechnungen, gerade die statistischen Abschätzungen der Unwahrscheinlichkeit bzw. Nichtzufälligkeit der gefundenen Himmelsfiguren sind zugegebenermassen anspruchsvoll, stellen hohe Anforderungen an die intellektuellen Fähigkeiten des Lesers. Auch die Ausführungen zur Harmonielehre sind für einen Laien bzw. Nicht-Musiker nicht gerade einfach. Doch – die Mühe lohnt sich!

Richard Vetter
in Astrologie Heute, Nr. 117, Okt./Nov. 2005




Kreis der Freunde um Hans Kayser, Mitteilungen Nr. 53, Nov. 2004

Die Signatur der Sphären – Von der Ordnung im Sonnensystem

Dass ein überaus gehalt- und anspruchsvolles Werk, in welchem den Gesetz- und Regelmässigkeiten im Makrokosmos nachgeforscht und die gewonnenen Erkenntnisse mit Kosmogonien und Kosmologien ebenso in Bezug gesetzt werden wie mit einfachen Klangintervallen und elementaren geometrischen Formen, bereits im dritten Jahr nach der Veröffentlichung ein zweites Mal aufgelegt werden kann, ist ebenso erfreulich wie erstaunlich: Erstaunlich ist dieser Erfolg angesichts von über vierhundert Textseiten des Bandes mit zahlreichen Berechnungen, Formeln und Tabellen, mit Registern, Verzeichnissen und einem Glossar; zwar setzt der Autor bei den Leserinnen und Lesern keine “spezielle Vorbildung” voraus und bemüht sich um Verständlichkeit, stellt aber dennoch hohe Ansprüche an Vorstellungsvermögen und Lesegeduld. Wer nun aber diese Geduld und jenes Vermögen aufbringt, wird durch eine weit gespannte Fülle von Hinweisen, Gedanken und Einsichten belohnt, welche die Ordnung des Universums ebenso betreffen wie die “Signatur der Sphären”.

Dass die gleichermassen umfassende wie umfangreiche Schrift jetzt in zweiter, erweiterter Auflage erscheint, ist aber nicht nur erstaunlich, sondern vor allem auch erfreulich: Mit wissenschaftlicher Sorgfalt werden hier grundlegende Fragen zur Entstehung und zu den Gesetzen des Kosmos angesprochen, soweit sie sich aufgrund der gegenwärtigen astronomischen Forschungslage erörtern lassen; es geht also um die philosophische Dimension der Astronomie, wie sie bereits von Immanuel Kant im Hinblick auf die Gesetze des gestirnten Himmels und jene der menschlichen Erfahrung wegweisend formuliert worden ist. Erfreulich ist das Erscheinen der zweiten Auflage des Buches von Hartmut Warm schliesslich auch, weil er zwar durchaus Bezüge zu verschiedenen älteren Konzepten und neueren Theorien herstellt, dabei aber jede Einseitigkeit oder Vereinnahmung vermeidet. So nimmt der Verfasser etwa an zwei Stellen auf Hans Kaysers “Akróasis” kurz Bezug, verzichtet aber auf eine weitgehende Auseinandersetzung mit pythagoräischer Harmonik; oder Hinweise auf den goldenen Schnitt finden sich wiederum an verschiedenen Orten, ohne dass auf dessen Bedeutung für Kunst und Architektur näher eingegangen wird. Anders gesagt versteht es der Autor, Zusammenhänge anzusprechen und auf Bezüge hinzuweisen, bleibt dabei aber stets dem eigenen Interesse verpflichtet, welches darin besteht, die ebenso faszinierende wie geheimnisvolle Ordnung des Kosmos aufzuzeigen, mathematisch nachzuweisen und in Verbindung mit ihren musikalischen und geometrischen Entsprechungen darzustellen: Ein anspruchsvolles Unterfangen, aus dem ein gehaltvolles Werk entstanden ist, welches nun bereits in zweiter Auflage erscheint – erstaunlicher- und erfreulicherweise!

Dr. Johannes Gruntz-Stoll
in Mitteilungen des Kreises der Freunde um Hans Kayser, Nr. 53, Nov. 2004




Astro-Forum sternzeit, Ausgabe 20, 3. Quartal 2004

Astro-Forum sternzeit

Die Signatur der Sphären – Von der Ordnung im Sonnensystem

Der Titel klingt astrologisch-astronomisch und tatsächlich bilden Johannes Keplers Vorstellungen den Ausgangspunkt für Hartmut Warms Untersuchungen zu harmonischen Proportionen in unserem Sonnensystem. Um diese Proportionen zu finden bzw. nachzuweisen, nutzt Hartmut Warm die Möglichkeiten des Computers und unterschiedliche mathematische Ansätze mit Ausdauer und Akribie. Er nähert sich den Planetenverhältnissen von Abständen, Geschwindigkeiten, Konjunktionsperioden und Rotationszeiten nicht nur arithmetisch, sondern auch geometrisch und nicht zuletzt musikalisch. Geisteswissenschaftliche Einflechtungen und Ausflüge in benachbarte naturwissenschaftliche Disziplinen bilden dabei Kontrapunkte.

Hartmut Warm stellt sein Vorgehen ausführlich dar und würdigt es naturwissenschaftlich kritisch, d.h. zeigt dessen Randbedingungen, Genauigkeitsgrenzen und Wahrscheinlichkeiten auf. Die gefundenen Ergebnisse werden in Tabellen und vor allem in vielen geometrischen, teils farbigen Darstellungen präsentiert. Ihre Bewertung führt ihn über Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen bis zu der Frage nach der bewussten schöpferischen Kraft dieser fein abgestimmten Ordnung und dem Wissensschatz der Alten. Im Anhang werden mathematische und musikalische Grundlagen, astronomische Berechnungsverfahren und Daten ausgiebig erläutert, sie bilden eine weitere Quelle zum Studium. Das Glossar, ein Literaturverzeichnis und Personen- und Sachregister runden das Buch ab.

Das Buch erscheint anfangs etwas schwer zugänglich. Der Zauber des Titels und der Abbildungen setzt sich demjenigen fort, der neben Interesse für unser Planetensystem und Musik auch Gefallen an Zahlen, wissenschaftlichem Vorgehen und der Verknüpfung unterschiedlicher natur- und geisteswissenschaftlicher Disziplinen findet. Der neuartige, geometrische Betrachtungsansatz der Planeten fasziniert mit seinen Möglichkeiten. Dann erklingt tatsächlich die Sphärenmusik, denn die gefundenen Ergebnisse sind atemberaubend und die vielfältigen Darstellungen lassen die harmonischen Proportionen und Bewegungsmuster der Planeten und ihrer wunderbaren Schwingungen sichtbar und somit körperlich fühlbar werden. Fühlen wir also die Gravitationsverhältnisse in unserem Sonnensystem? Leben wir also tatsächlich im Planetenrhythmus, wie das Astrologen seit Jahrtausenden wissen?

Hartmut Warm geht auf diesen möglichen Aspekt seiner Ergebnisse mit keinem Wort ein, auch wenn der Titel das nahe legt, die Planeten stellenweise durchaus mit ihren namensgleichen Gottheiten gewürdigt werden, eine Art Botschaft der entdeckten Planetenmuster nicht ausgeschlossen wird und im Literaturverzeichnis auch Thomas Ring „Das Sonnensystem – Ein lebender Organismus“ aufgeführt wird. Dieser „fehlende“ astrologische Bezug ist sicher kein Mangel des Buches, denn vielleicht kann es gerade deshalb eine Grundlage und Inspiration für die astrologische Forschung bilden.

Birgit Ehrler
in Astro-Forum sternzeit, 3. Quartal 2004




Der Golem, Ausgabe Nr. 16, Beltaine 2004

Die Signatur der Sphären. Von der Ordnung im Sonnensystem

Buchmessen sind dazu da, alte Bekannte zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und vor allem auf neue Themen zu stoßen, die eine Beschäftigung wert sind. Die beiden großen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig verschlucken die kleinen Idealisten, die es sich nicht nehmen lassen, ihre kritische Stimme zu erheben. Letztes bzw. dieses Jahr war ich auf drei verschiedenen Messen, wobei an Kontakten und Atmosphäre mir die Minipressen-Messe in Mainz am meisten einbrachte.

Dort traf ich auch einen Naturwissenschaftler, hauptberuflich als Ingenieur tätig, der ein von mir erst zaghaft beschrittenes Gebiet mit souveräner Stärke bereits einige Jahre seines Lebens beackert hat. Hartmut Warm, Eigentümer des Keplerstern-Verlags aus Hamburg, referierte im Rahmen der Messe über sein besonders in Fachkreisen hoch gelobtes Buch Die Signatur der Sphären. Ich selbst hatte mich vorgängig mit Johannes Keplers Weltharmonik beschäftigt, mit Hans Kaysers harmonikalen Forschungen und der altgriechischen, pythagoräischen Tradition der Kosmogonie.

Nun stieß ich im Mai 2003 aber auf einen ‚Hobby-Astronomen‘, der es sich herausnahm, mit Hilfe mathematischer Berechnungen die sinnhafte Anordnung unseres Sonnensystems zu beweisen. Nebenbei zitiert er u.a. noch Dante, Goethe, Thomas Mann und Platon. Er kann, was man im heutigen naturwissenschaftlichen Betrieb kaum glauben kann (Von einem Querdenker wie Rupert Sheldrake mal abgesehen.), stilistisch schön schreiben; erinnert mich unweigerlich an alte Größen wie Newton oder eben Kepler, dessen drei Planetengesetze er verständlich darstellt.

Das Buch ist anspruchsvoll, das gewiß. Ich benötigte, natürlich neben anderen Projekten, ein ganzes Jahr, halbwegs durchzukommen, denn eines muß man sich dafür sicherlich nehmen: Zeit und Muße. Nicht, daß sich Warm in mathematischen Abstrakta verliert, aber das Werk greift nicht einfach schon Vorhandenes auf und bereitet es dem hungrigen Lesermaul zu. Hier wird Grundlagenforschung im besten Sinne des Wortes geleistet.

“Vor einigen Jahren begann ich mir die Frage zu stellen, was wir mit Hilfe der wissenschaftlichen Methoden wirklich erkannt haben. Damit ist nicht die Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten gemeint, die uns ermöglichen, chemische Stoffe zu Reaktionen zu zwingen oder technische Apparaturen zu bauen, sondern was wir über die Entstehung des Weltalls, den Aufbau von Strukturen wie unser Sonnensytem, die Herkunft des Lebens und seine Entwicklung hin zum menschlichen Bewußtsein herausgefunden haben. Im Laufe der Zeit kam ich zu einer vorläufigen persönlichen Einschätzung über einige der Theorien, die in den verschiedenen Bereichen aus den Entdeckungen der Forscher hervorgegangen sind. Eine meiner Grundannahmen bei diesem Studium resultierte aus meiner Zuneigung zur Musik und der vorherigen Beschäftigung mit der Geschichte der Musiktheorie. Schon dabei war ich auf die uralte Vorstellung einer harmonischen Geordnetheit der himmlischen, d.h. auch in diesem Fall der planetarischen Bewegungen gestoßen. Diese setzte ich als gegeben voraus, bis mir klar wurde, daß ich in Wirklichkeit nichts darüber wußte. So begann ich zunächst in der Literatur zu suchen, was über diesen Gegenstand tatsächlich bekannt ist. Auf einen etwas vereinfachten Nenner gebracht, fand ich Befürworter der Himmelsharmonien, meist Geisteswissenschaftler im weitesten Sinne, und andere, die sie als reine Phantasie bezeichnen und die in der Regel dem naturwissenschaftlichen Lager zuzuordnen sind. Eine gründliche und gleichzeitig astronomisch und mathematisch fundierte Behandlung des Themas konnte ich jedoch nicht finden, weder aus der einen noch aus der anderen Warte.” (S. 8-9)

Man verzeihe mir das ausführliche Zitat, doch müßte deutlich geworden sein, daß der Autor ein neugieriger Forscher ist, der sich nicht um Schranken kümmert, sondern sein eigenes Arbeiten an der jeweiligen Notwendigkeit mißt. Am Anfang jeder wissenschaftlichen Forschung steht eine Frage. Hinzu kommen nach und nach neue Hinweise, stellenweise auch Irrtümer, die den weiteren Weg vorzeichnen. Warm reflektiert seinen Weg zu seinen Erkenntnissen, setzt dabei aber einen synergetischen Wissenschaftsbegriff voraus und das macht das Buch auch für Laien-Astronomen ansprechend.

Für die absoluten ‚Fanatiker‘ gibt es dann auch noch einen gesonderten Anhang, wo die Rechnungen in extenso aufgeführt sind. Im Buch finden sich aber durchweg mythologische Anspielungen, wobei der Autor keine Abwege begeht, sondern an seinem thematischen Faden festhält. Es bleibt dem Leser überlassen, die astronomischen, geometrischen, arithmetischen und algebraischen Erkenntnisse für sich zu deuten.

Das Buch ist für Esoteriker und Magier nicht minder anregend, denn es kann nie schaden, Grundlagenwissen zu erwerben, das für den eigenen Weg von Bedeutung ist. Wenn Crowley davon spricht, daß jeder Mann und jede Frau ein Stern ist, dann stellt sich die Frage: Wie entsteht denn ein Stern in den Tiefen des Alls? Wie halten sich Sterne oder Planeten auf ihrer Bahn, ohne aufeinanderzukrachen? Friedrich Hölderlin spricht in Bezug auf seinen Roman Hyperion von der “exzentrischen Bahn des Dichters/ des Menschen”. Der Mensch muß ebenso seine Bahn bestimmen, ins Zentrum oder in die Außenbezirke …

Dominik Irtenkauf
in Der Golem, Ausgabe 16, 2004




Nachrichten der Olbers-Gesellschaft Bremen, Ausgabe 204, Januar 2004

Die Signatur der Sphären – Von der Ordnung im Sonnensystem

In seinem Buch über die Ordnung im Sonnensystem entdeckt Hartmut Warm für den sicherlich faszinierten Leser neue Aspekte einer in unserer kosmischen Heimat verborgenen Ordnung und Harmonie. Die moderne Astronomie hat auf Grundlage physikalischer Gesetze im letzten Jahrhundert zwar zunehmend klarere Vorstellungen über die Entstehungsgeschichte und Struktur unseres Planetensystems entwickelt. Die von der Antike bis ins Zeitalter Johann Keplers entwickelten Gedanken über die mathematisch-geometrisch und harmonisch-musikalische Natur einer zugrunde liegenden geheimnisvollen Weltharmonie haben dabei aber leider mächtig an Bedeutung verloren.

In einem besonders umfangreichen, sorgfältig gestalteten, reich bebilderten, im Anhang auch farbenprächtigen Buch schildert der Hamburger Autor anhand berechneter geometrischer Abbildungen sowie Analogiebetrachtungen zur musikalischen Lehre seine vielfältigen Entdeckungen über die besonderen Harmonien in den Lagebeziehungen und Bewegungsabläufen der Planeten unseres Sonnensystems. Aktuelle physikalische Erkenntnisse über die Struktur und kosmische Entwicklungsgeschichte unseres Planetensystems, die Darstellung und Analyse historischer Vorstellungen zur “Sphärenharmonie”, vertiefende Erläuterungen zur Musiktheorie, Geometrie und Arithmetik und vor allem die ausführlichen Beschreibungen und Veranschaulichungen seiner Entdeckungen über vielschichtige Ordnungen, die Abstände, Geschwindigkeiten und Perioden der Himmelskörper betreffend, ermöglichen dem Leser eine fundierte Auseinandersetzung mit einer spannenden ´Thematik auch aus philosophischer Sicht.

Der Autor hat uns ein Exemplar seines Buches für die Olbers-Bibliothek zur Verfügung gestellt. Wenn Sie mehr über “Die Signatur der Sphären” erfahren möchten, besuchen Sie doch einmal unseren gemütlichen Leseraum im ehemaligen Sextanten-Raum neben der Walter-Stein-Sternwarte. Über seine beeindruckenden Entdeckungen “Von der Ordnung im Sonnensystem” werden Sie von Hartmut Warm persönlich ausführlicher in seinen Vorträgen am Sonntag den 29. Februar um 13.00 Uhr und 15.00 Uhr im Rahmen des diesjährigen Tages der Offenen Tür der Olbers-Gesellschaft zum Thema “Planeten und Monde” informiert.

Ulrich von Kusserow
in Nachrichten der Olbers-Gesellschaft Bremen, Januar 2004




Erziehungskunst – Zeitschrift zur Pädagogik Rudolf Steiners 1-2004

Sebastian von Verschuer
in Erziehungskunst

Sphären-Signatur

Der Anblick des nächtlichen Sternenhimmels kann neben dem Gefühl von Ehrfurcht auch die Frage wecken: Gibt es einen harmonischen Zusammenklang dieser Sternenvielfalt? – eine Frage, um die schon Johannes Kepler gerungen hat. Die moderne Astrophysik bildet Theorien über die Entwicklung von Sonnensystemen, von Milchstraßen, Kosmologien, aber die Einzelheiten unseres Sonnen- und Planetensystems ergeben dabei kein harmonisches zusammenhängendes Bild. Dabei leben wir hier auf der Erde in den Rhythmen von Sonne und Mond, auch in den Rhythmen der Planeten. Welche Harmonie durchdringt möglicherweise diese uns am nächsten liegenden Himmelsgebiete? Was können wir von dieser Harmonie einsehen, erleben und verstehen? Für Johannes Kepler war es das höchste Ziel, musikalische und geometrische Gesetzmäßigkeiten in den Verhältnissen der Planetenbahnen und Geschwindigkeiten zu entdecken. Sie lassen sich durch Verhältnisse kleiner Zahlen ausdrücken: Beispielsweise steht 3:2 für die Quint, 4:3 für die Quart usw.

Eine ausführliche Darstellung und Würdigung der Keplerschen Bemühungen um die Sphärenharmonie liegt mit dem für Laien verständlichen und auf modernen Wissensstand gebrachten Buch vor. Es ist aber nur der Ausgangspunkt von Hartmut Warms Forschung: Unter Zuhilfenahme einer Vielzahl am PC durchgeführter Berechnungen, die die Stellung und Geschwindigkeit der Planeten für Jahrtausende mit höchster Genauigkeit zu berechnen erlauben, konnte er nachweisen, dass ein per Zufallsgenerator erfundenes Planetensystem zwar auch harmonikale Strukturen aufweisen würde, aber längst nicht in der Dichte und Übereinstimmung, die das bestehende Planetensystem zeigt. Natürlich wurden dabei auch die Johannes Kepler noch unbekannten Planeten Uranus, Neptun und Pluto mit berücksichtigt. Ist diese profunde Untersuchung auf den ersten 100 Seiten des Buches schon eine tiefe Genugtuung für den kritisch-wissenschaftlich fragenden Freund der Sphärenharmonie, so öffnet die weitere Untersuchung der Rhythmen von Konjunktionen unterschiedlicher Planeten eine zweite Annäherung an ein Verständnis versteckter Harmonien, die durch graphische Verfahren wieder mit Hilfe des PC anschaulich gemacht werden. Wer das Buch „Die Rhythmen der Sterne“ von Joachim Schultz kennt, findet sich an dessen Zeichnungen erinnert, welche die von der Erde aus zu beobachtenden Schleifenbewegungen der Planeten mit ihren Perioden über mehrere Jahre hin verdeutlichen. Hartmut Warm geht ganz systematisch vor und verbindet z.B. Bahnpunkte der Venus, die sie alle 19 Monate in Konjunktion zur Erde einnimmt, wobei im Laufe von acht Jahren fünf Positionen am Himmel dadurch hervorgehoben sind, dass sie fast genau ein Pentagramm bilden. Er schreibt dazu: “Ich finde es schade, um nicht zu sagen traurig, dass so gut wie niemand davon weiß. Die Fachliteratur schweigt sich komplett darüber aus, in welch einer außergewöhnlichen Beziehung wir mit unserem Nachbarplaneten leben. Nur in einigen mehr oder weniger anthroposophisch orientierten Veröffentlichungen konnte ich das Pentagramma veneris, wie es aber schon im Mittelalter benannt worden ist, wiederfinden.”

Er untersucht die Venus mit ihrer eigentümlich langsamen Eigenrotation (eine Venusdrehung braucht 243 Erdentage) noch eingehender und findet auch dann einen in den Himmel gezeichneten Fünfstern, wenn man die Orte ihrer Bahn verbindet, in denen wir von der Erde aus auf eine wiederkehrend gleiche Region der Venus schauen, den sog. Venus-Erde-Blicken. Mit diesem Verfahren untersucht Hartmut Warm auch die anderen Planeten und findet dabei in den Kosmos hineingezeichnete Sternenformen, die in vielen, zum Teil farbigen Abbildungen zum Betrachten und Nachdenken anregen. Lassen sich in dieser Vielfalt überhaupt noch Gesetzmäßigkeiten finden? Hartmut Warm versucht in zusammenfassender Darstellung ins Bild zu setzen, wie zwischen verschiedenen Planeten Verhältnisse von kleinen Zahlen von 2 bis 12 auftreten. Es gibt auch Abbildungen, in welcher Art die Planetensphären als Dreiecke, Quadrate oder Kreise ineinanderzuschachteln sind.

Wer es schließlich in Bezug auf Harmonie der Tonleiter und Intervalle wie auch der Sternfiguren und der astronomischen Einzeldaten ganz genau wissen will, für den sind 100 Seiten Anhang verfaßt. Insgesamt ein Buch, das nicht nur für Sternenfreunde im engeren Sinne, sondern auch für alle, die über die Harmonien des Kosmos nachdenken, eine Fundgrube darstellt.

Sebastian von Verschuer
in Erziehungskunst, Januar 2004




die Drei – Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben, 11-2003

Kosmisches Heimatgefühl

Es ist es eine Generation her, seit die ersten Astronauten Ende der sechziger Jahre den Mond betreten haben. Der vielzitierte Satz des Astronauten Armstrong “That’s one small step for man – one giant leap for mankind” (“Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen und ein großer für die Menschheit”), hat aus heutiger Sicht eine andere Bedeutung erfahren, als von Armstrong ursprünglich beabsichtigt. Denn dieser Schritt war weniger ein Schritt irgendwo hin als vielmehr ein Schritt weg – weg von der Erde. Der Ausspruch des Astronauten Mitchell: ”Jetzt weiß ich warum wir zum Mond flogen, um die Erde von außen zu sehen”, gibt die zentrale Empfindung der meisten Astronauten wieder. Mit dem großartigen Anblick der blauen Erde von der kosmischen Warte aus wurde für das menschliche Bewusstsein eine Schwelle übertreten. In dieser Tatsache manifestiert sich besonders eindrucksvoll die im 20. Jahrhundert generell begonnene Ablösung und Entfremdung von der Erde. Sei es die Vorstellung des x-fachen Overkills im Kalten Krieg, die Endzeitszenarien des “Club of Rome” und der Ökologischen Bewegung oder die technischen Fortbewegungsmittel, die uns von den irdischen Bedingungen klimatisiert und erschütterungsfrei abheben – all diese im letzten Drittels des 20. Jahrhunderts gewonnenen Erfahrungen haben den Prozeß der Heimatlosigkeit gegenüber der Erde vorangetrieben. Das moderne materielle Bild eines lebensfeindlichen Kosmos, von Milliarden Sonnen in wiederum Milliarden Galaxien lässt diese Entfremdung von der Erde zu einer kosmischen Heimatlosigkeit wachsen. Damit schließt sich ein Bogen des 20. Jahrhunderts, denn nun hat die Empfindung der Heimatlosigkeit alle Lebens- und Naturreiche ergriffen: Neben einer Heimatlosigkeit im Leib und Geschlecht und einer Heimatlosigkeit in Familie, Kulturkreis und Volk kann auch von einer kosmischen Heimatlosigkeit gesprochen werden. Letztere scheint weniger bedrohend, da sie den Alltag nicht betrifft. Das ist aber ein Irrtum, denn jeder Versuch einer ganzheitlichen Weltsicht, einer umfassenden Identifikation mit der Wirklichkeit wird von dieser zu unserer Zeit gehörenden Entfremdung gegenüber dem Kosmos untergraben.

Eine neue Beziehung zum Planetensystem und weiteren Kosmos zu gewinnen, die die Vorstellung eines “unser Kosmos” zulässt, ist deshalb nicht nur für unser Selbstgefühl und ein spirituelles Weltbild wichtig, sondern auch für das tagtägliche Handeln. Die vollen Bücher- und Zeitschriftenverkaufsregale mit kosmologischen Themen illustrieren die Sehnsucht nach neuen Beziehungen zum All. Damit diese tragfähig werden, müssen sie auf modernen Erkenntniswegen ruhen, die sowohl den Kopf, wie das Herz ansprechen.

Die Signatur der Sphären

Das Buch “Signatur der Sphären” gehört zu diesen neuen Wegen. Neben historischen und wissenschaftlichen Streifzügen untersucht Hartmut Warm darin die räumlichen und zeitlichen Beziehungen und Abstimmungsverhältnisse der Planeten im Sonnensystem. Dabei beschreitet er zwei Wege: zum einen unterzieht er die bekannten Vorstellungen harmonikaler Ordnungen des Planetensystem einer genauen Prüfung. Dabei schließt er – und das ist auf diesem Feld völlig neu – die Methoden der statistischen Analyse mit ein. Natürlich gibt es kaum etwas Langweiligeres als statistische Untersuchung, aber hier hilft sie Klarheit in ein von Wünschen und Glaubenssätzen besetztes Feld zu bringen. Ein Beispiel: Von Johannes Kepler stammt die Überlegung, den Geschwindigkeitsunterschied der Planeten, zwischen ihrer sonnennächsten und sonnenfernsten Position als Annäherung an musikalische Proportionen aufzufassen. Warm zeigt nun, daß die tatsächliche Abweichung so groß ist, daß angesichts der zahlreichen zur Auswahl stehenden Intervalle, wie beispielsweise 2:3(Quinte), 3:4 (Quarte), usw., eine zufällige Anordnung der Planeten nur wenig unmusikalischer wäre als die bestehende. Diese ernüchternde Bilanz führt ihn dann allerdings dazu, daß sich sehrwohl eine außerordentlich exakte Tonleiter in den Umlaufszeiten der Planeten finden läßt, bei der nun nicht nur Geschwindigkeit in Sonnennähe und –ferne in Betracht kommen, sondern auch im Punkt der kleinen Halbachse der Bahn (eine kleine Halbachse umfasst die Hälfte der kurzen Symmetrieachse einer Ellipse). Die kurzen Halbachsen der Planeten in Betracht zu ziehen ist eine der wichtigen Entdeckungen von Warm, denn er kann zeigen, daß dieses Bahnmaß der Planeten auch bei der räumlich-symmetrichen Anordnung eine zentrale Rolle spielt.

Der zweite Weg verläuft durch astronomisch-musikalisches Neuland. Hartmut Warm schreitet von der Betrachtung der unmittelbaren Bewegungsverhältnisse zur Aufstellung von Doppelverhältnissen voran. Nun wird beispielsweise die Konjunktion von Venus und Mars als grundlegender Rhythmus ins Auge gefasst und gefragt, wie Merkur sich in diesem Begegnungszeitmaß verhält. Verbindet man die in diesem Rhythmus aufeinanderfolgenden Position Merkurs, entsteht eine 13-gliedrige Figur. Durch diese graphische Darstellung werden übergeordnete unerwartete Resonanzen sichtbar, wie beispielsweise auch eine 14-gliedrige Venusfigur bei Erdnähen von Mars als Zeitmaß und eine 7-gliedrige bei Begegnungen von Mars und Jupiter. Venus erscheint somit in diesen übergeordneten rhythmischen Geschehen in einem überraschenden Zusammenhang zur Zahl 7. Mit Hilfe der modernen astronomischen Rechenalgorithmen kann Warm nun einen ganzen Kosmos von übergeordneten planetarischen Rhythmen und harmonikalen Ordnungen aufzeigen. Im weiteren werden neben der Umlaufszeit, der Jahresbewegung der einzelnen Planeten, deren Rotationsbeziehungen betrachtet. Von Venus ist auf diesem Feld die erstaunliche Abstimmung ihrer Eigendrehung mit dem Erdlauf bekannt: sowohl bei oberer als auch bei unterer Konjunktion weist sie die gleiche Seite der Erde zu. Solche Bindungen unter den Planeten sind deshalb interessant, weil die Rotation im Gegensatz zum Umlauf nicht von einem übergeordneten Gesetz abhängt, sondern vielmehr die “Privatsache” eines Planeten darstellt. Die angestellten Rechnungen und grafischen Darstellungen der Frage, wie die Planeten einander zugewandt sind, zeigen wiederum überraschende Ordnungen, wobei die Zahl 5 und deren Vielfaches in den geometrischen Bildern dominiert.

Dabei ergibt sich für Warm immer wieder die anspruchsvolle Herausforderung, der computergestützten Rechnung mit der große Zeiträume planetarischer Bewegung mühelos erfasst und in Grafiken fixiert werden, durch ideelle Durchdringung Boden zu geben. Ob ästhetisches Gespür oder wirtschaftliche Notwendigkeit: Die Tatsache, dass das Buch in einem gängigen Computerlayout und nicht in einem bibliophilen Satz erscheint, ist vor diesem Hintergrund jedenfalls passend. Am Ende der Kapitel finden sich Schemata, die dem Leser helfen , angesichts der Fülle der harmonikalen Phänomene eine Übersicht des planetarischen Beziehungsgeflechtes zu gewinnen. Zugleich fordern diese Grafiken das räumliche Vorstellungsvermögen enorm heraus. Hier wird deutlich , wie schwach unsere Fähigkeit ist, zeitliche Proportionen unmittelbar zu erfassen, geschweige denn zu empfinden und wie sehr wir auf die Verräumlichung der zeitlichen Phänomene angewiesen sind.

Ein umfangreicher Anhang mit Rechenerklärungen und Datensammlungen lässt das Buch von Hartmut Warm zu einem Lehrbuch der Suche nach Ordnungsformen, nach einem organischen Aufbau im Sonnensystem werden.

Was man dabei dem Autor nicht zum Vorwurf machen kann, was sich aber bei der Lektüre des Buches zunehmend geltend macht, ist das Gefühl, mit jedem weiteren harmonikalem Rechenfund das Leben des Planetensystems ein wenig zu verlieren, obgleich es das Ziel des Buches ist, den Schattenwurf des planetarischen Lebens zu zeigen. Dies liegt zum Teil an der Aufgabe selber, die der Autor verfolgt. Obwohl keine Wissenschaft der Mathematik so nahe steht, wie die Astronomie, führt die geometrische Behandlung der planetarischen Erscheinungsformen in eine Abstraktion, durch die die ohnehin schmale Wirklichkeitsschicht der planetaren Welt den Sinnen weiter entzogen wird. Diese Abstraktion sollte für ein tieferes Verständnis der planetaren Welt keineswegs gescheut werden. Zugleich ist es wünschenswert, dass der Arbeit qualitative “unmathematische” Planetologie zur Seite gestellt wird. So wie Hartmut Warms grundlegende Arbeit Johannes Kepler verpflichtet ist, so sollte jenes zweite Gleis Tycho Brahe folgen, um neue Wege zu einem bewussten kosmischen Heim aufzuzeigen.

Wolfgang Held,
veröffentlicht in “die Drei” 11/03, S. 88 ff




Der Sternenbote – Österreichische Astronomische Monatszeitschrift, 12-2002

Die Signatur der Sphären. Von der Ordnung im Sonnensystem

Abgeleitet aus strengen und modernen himmelskundlichen Grundlagen, wird eine vielschichtige Ordnung aufgezeigt, die in Abständen, Geschwindigkeiten und Drehungen der Körper des Sonnensystems zutage tritt. Der Computer erlaubte auch hier die Berücksichtigung scharfer und aktueller Daten und die Erstreckung auf einen größeren Zeitbereich. Ergänzt durch vorzügliche Strichzeichnungen und Abbildungen, gliedert sich das Werk wie folgt:

Vorwort / 1. Annäherung / Geometrie und Harmonik / Blick zurück und Blick zu den Sternen / Analyse der harmonischen Verhältnisse / Stand der Wissenschaft / 2. Annäherung: Rhythmen, Exzentrizitäten / Venus, Erde, Mars / Unter den Wolken der Venus / Rotationen / Symphonie der Blumen und Sterne / Ausblick in Makro- und Mikrokosmos / Vollendung / Signatur / Anhang: Geometrische und harmonische Grundlagen, Sternfiguren, Astronomische Berechnungen, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Planetarische Tonleitern und besondere Zahlenverhältnisse, Astronomische Daten / Glossar, Quellen, Anmerkungen, Personen- und Sachregister.
Dieses Werk ist eine Fundgrube für alle am Thema Interessierte!

Prof. Hermann Mucke
in Der Sternenbote – Österreichische Astronomische Monatszeitschrift, 12-2002




Walter Kraul Erscheinungen am Sternenhimmel

Nachtrag im Buch “Erscheinungen am Sternenhimmel”

Kurz vor der Drucklegung dieses Buches begegnete ich einer Neuerscheinung, die mir so wesentlich erschien, dass ich sie noch vorstellen möchte: “Die Signatur der Sphären” oder “Von der Ordnung im Sonnensystem” von Hartmut Warm. In diesem Werk wird eine Seite des hier behandelten Themas wesentlich erweitert dargestellt.

Die geozentrischen Planetenbahnen (Seite 102 bis 105) veröffentlichte zunächst Joachim Schulz (Rhythmen der Sterne, Dornach 1963). Hartmut Warm konnte diese und ähnliche Figuren mit modernen technischen Mitteln wesentlich erweitern. Insbesondere verwendete der Autor die hier in den Abbildungen 85 und 90 blau gezeichneten Linien (Walter Kraul meint damit die Raumgeraden, Anmerkung Keplerstern Verlag). Unter Berücksichtigung der Ellipsenformen und der gegenseitigen Beeinflussungen der Planeten fand Warm geometrische Figurationen von eigenartiger Schönheit, die unsichtbar in den Kosmos gewebt werden. Schon beim Durchblättern des anspruchsvollen Werkes fallen diese neuartigen Formen auf. Man liest dieses Buch nicht einfach, man freut ssich zunächst über die neuen Figuren und studiert es dann.

Walter Kraul
in Erscheinungen am Sternenhimmel, S. 133; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2002,
1. Auflage; in der 2. Auflage ersetzt durch die Hinweise und das Bild auf S.104 und 106




Hagia Chora – Zeitschrift für Geomantie, Nr. 12/13, Frühjahr/Sommer 2002

Die Signatur der Sphären

Von der Ordnung im Sonnensystem

Nicht nur Johannes Kepler in seiner ”Welt-Harmonik” hat den Versuch unternommen, den inneren Bau unseres Sonnensystems geometrisch-musikalisch zu erfassen; auch andere haben das, mehr oder weniger erfolgreich, versucht. Das jüngste Beispiel dieser Bemühungen ist das Buch des Privatgelehrten Hartmut Warm, das einen das Staunen lehren kann, wenn man sich der Mühe unterzieht, das enorme Material, das er ausbreitet, mitzudenken und geistig zu verarbeiten. Hartmut Warm macht überzeugend deutlich, welche geometrischen Bezüge und Proportionen sich im Planetensystem aufweisen lassen. Es werden Dinge zutage gefördert, von denen man bislang nichts gewusst hat und die geeignet sein könnten, den üblichen Materialismus und Reduktionismus der naturwissenschaftlichen Astronomie zu überwinden. Der Autor behauptet nichts, was er nicht fundiert begründen kann, und er macht dies auf sympathische und unideologische Weise.

Ein kleines, bei Hartmut Warm eher einführendes, vorbereitendes Beispiel: Wenn man die kleinen und großen Halbachsen aller Planeten und die ihnen zugeordneten Proportionen zusammenführt, und zwar sowohl von innen nach außen (Merkur bis Pluto) als auch von außen nach innen (Pluto bis Merkur), so ergibt sich, daß der erste und der vierte Planet in beiderlei Richtung – jeweils im Verhältnis der Doppeloktave 4:1 zueinander stehen. Und: ”Uranus teilt den äußeren Bereich von Pluto bis Saturn zudem recht genau im Oktavverhältnis 2:1.” (Zitat S. 23) Der Text enthält zahlreiche Diagramme, die verdeutlichen, wie komplex die geometrisch-harmonikalen Zusammenhänge im Sonnensystem sind. Wo immer man das Buch aufschlägt, stößt man auf Ergebnisse, die das eigene Denken und Weiterdenken stimulieren.

Das Werk hinterläßt, um das Geringste zu sagen, eine intellektuelle und auch ästhetische Betroffenheit, verbunden mit der zentralen Frage: Wie kommt die verblüffende Anordnung, die hier erkennbar wird, zustande? Gibt es ein Geistprinzip, das all dem zugrunde liegt? Schlussfolgerungen philosophischer oder gar spiritueller Art werden dem Leser selbst überlassen. Sie werden allenfalls behutsam nahegelegt. Die Lektüre dieses Buches lohnt sich auf ganzer Linie.

Jochen Kirchhoff
in Hagia Chora – Zeitschrift für Geomantie, Nr. 12/13, Frühjahr/Sommer 2002, S. 122




ekz- Informationsdienst ID 21/02 (Informationsdienst für öffentl. Bibliotheken)

Warm, Hartmut

Die Signatur der Sphären – Von der Ordnung im Sonnensystem

Zugleich mit einer ausführlichen Darstellung der Gedanken Platons, Pythagoras‘ und vor allem Keplers, die überzeugt waren, in den Bewegungen der Himmelskörper, vor allem der Planeten, zeigten sich bestimmte mathematisch-geometrische oder harmonisch-musikalische Muster, unternimmt der Autor, gestützt auf aktuelle astronomische Kenntnisse, den Versuch, deren Werk mit modernen, z.T. computergestützten Methoden fortzusetzen. Unterzieht man Planetenkonstellationen (Konjunktion, Opposition), Parameter von Bahnellipsen und Umlaufgeschwindigkeiten bestimmten geometrischen Darstellungen, so ergeben sich in der Tat vielfältige harmonische Muster, aus denen sich auch musikalische Größen (Tonleitern, Intervalle, Harmonien) ableiten lassen. Dahinter vermutet Warm Organisationsprinzipien, die sich der rein naturwissenschaftlich orientierten Astronomie entziehen, ist mit Deutungen jedoch sehr vorsichtig. Kein Bezug zu Astrologie oder Esoterik. Im Anhang ausführliche Darstellung geometrischer und harmonischer Grundlagen. Empfohlen als originelle Ergänzung ausgebauter Bestände.

Rolf Becker,
ekz- Informationsdienst ID 21/02 (Informationsdienst für öffentliche Bibliotheken)




raum & zeit, Nr. 117, Mai/Juni 2002

Die Signatur der Sphären

Von der Klangstruktur des Sonnensystems

Dass unser Planetensystem mehr ist als nur eine zufällige Konstellation kosmischer Kugeln und Brocken, die blinden Druck- und Stoßgesetzen folgen, ist in den letzten Jahrhunderten von nachdenklichen Geistern immer wieder vermutet worden. Das berühmteste Beispiel ist Johannes Keplers Versuch in seiner ”Welt-Harmonik”, die Proportionen und das innere Bauprinzip des Sonnensystems geometrisch-musikalisch zu erfassen. Die von Kepler vorgelegten Ergebnisse sind sicher eindrucksvoll und staunenswert, doch ihre Wirkung war eher ideeller, die Spekulation anregender Natur, und außer den berühmten ”Keplerschen Gesetzen” ist davon nichts in die herrschende Naturwissenschaft und Astronomie eingegangen. Zwar gehen moderne Astronomen gelegentlich auch Resonanzphänomenen im Sonnensystem nach, auch im Kontext der Frage, wie Sonnensysteme überhaupt entstehen (können), aber an eine geistig-klangliche Struktur, die die eines ”Weltenbaumeisters” wäre, wird nicht gerührt. Eingehendere Forschungen zu dieser Frage sind mehr oder weniger tabu, würden sie doch das im Kern materialistische und reduktionistische Denken unterminieren, das global das Feld bestimmt.

Im Sommer 2001 erschien nun ein rundum bemerkenswertes, ja faszinierendes Buch aus der Feder des Privatgelehrten Hartmut Warm, das schon im Titel Stoßrichtung und Anspruch des Autors verkündet: ”Die Signatur der Sphären. Von der Ordnung im Sonnensystem”. Das Werk hat nichts Mystisches oder Poetisches, es raunt nicht von Zusammenhängen, die sich der zahlenmäßigen Verifizierbarkeit entziehen. Vielmehr präsentiert es ein vielgliedriges und glänzend recherchiertes Material, das auch den Skeptiker zum Zweifeln an seiner eigenen Skepsis veranlassen könnte. Hartmut Warm postuliert nicht und verkündet nicht apodiktisch, wie man sich den inneren Bau des Sonnensystems vorzustellen hat, sondern er argumentiert sympathisch unideologisch. Die pure Fülle und Präzision seiner Belege ist es, die den Leser ”in die Knie zwingt” und ihm Respekt abnötigt und zugleich ein Ahnen in ihm auslöst, dass hinter all dem mehr stecken könnte als nur ein ästhetisches Spiel mit geometrischen Formen und Strukturen.

Ein kleines Beispiel sei gebracht, das bei Hartmut Warm eher wie eine Vorspeise zum Hauptgericht präsentiert wird, das aber dennoch – schon für sich betrachtet – staunenswert ist und bislang völlig unbekannt war: Wenn man die kleinen Halbachsen aller Planeten und die sich daraus ergebenden Proportionen zusammenführt, und zwar sowohl von innen nach außen (Merkur bis Pluto) als auch von außen nach innen (Pluto bis Merkur), ergibt sich, dass der erste und der vierte Planet – in beiderlei Richtung – jeweils im Verhältnis der Doppeloktave 4:1 zueinander stehen. Und (Zitat H. Warm, S. 23/24): ”Uranus teilt den äußeren Bereich von Pluto bis Saturn zudem recht genau im Oktavverhältnis 2:1. Mars und Erde bilden – wenn auch nicht mehr ganz so genau … – das Quintenintervall 3:2, woraus sich (mit etwa derselben Abweichung) ergibt, dass die Proportion Erde zu Merkur etwa 8:3 beträgt, also eine um eine Oktave erhöhte Quarte.”

Zahlreiche Diagramme, die didaktisch geschickt präsentiert werden und sowohl ästhetischen als auch exakten Kriterien Genüge leisten (auf der Basis der neuesten astronomischen Messwerte), machen erkennbar, wie vielschichtig und komplex die geometrisch-harmonikalen Zusammenhänge im Planetensystem sind. Man kann das Buch fast an beliebiger Stelle aufschlagen und wird stets auf spannende und (zentral wichtig) das eigene Denken und Weiterdenken stimulierende Ergebnisse stoßen. Jeder Dogmatismus wird vermieden und derart dem wohlwollend mitdenkenden Leser die letzte Schlussfolgerung aus all dem, was er staunend zur Kenntnis nehmen muss, selbst überlassen. Wie immer man nun die Gesamtheit der zahlenmäßigen/geometrischen Bezüge und ihrer Klangentsprechungen philosophisch bewertet, eines erreicht das Buch auf jeden Fall: Eine intellektuelle und auch ästhetische und emotionale Betroffenheit, verbunden mit der Frage: Worauf deutet das? Was ist die ”ordnende Hand” hinter diesen Phänomenen, die die Rede vom ”Zufall” eher dürftig und nichts sagend erscheinen lassen? Nüchtern und ohne Übertreibung lässt sich das Buch von Hartmut Warm als ”Pflichtlektüre” für jeden Astronomen und an Astronomie Interessierten bezeichnen. Wer Keplers ”Welt-Harmonik” für bedeutsam hält, sollte auch dieses Werk zur Kenntnis nehmen. Es lohnt sich auf ganzer Linie.

Jochen Kirchhoff
in raum & zeit, Nr. 117, Mai/Juni 2002, S. 93/94




Trigonal, Region Rhein-Ruhr, Februar 2002

Neue bildschaffende Verfahren

In den letzten 2 Jahren sind neue bildschaffende Verfahren in Japan und in Deutschland entwickelt bzw. veröffentlicht worden. Besonders interessant erscheint mir der Ansatz von Hartmut Warm, der mit Hilfe eines neuen Computer-Programmes (entwickelt an dem renommierten Institut des Longitudes, Paris) Bewegungsbilder von großer Schönheit gefunden hat, die die Langzeit-Bewegungen von Planeten im Sonnensystem sichtbar machen, wie sie in Zeiträumen von bis zu 12.000 Jahren stattfinden.
Besonders interessant insofern, als hier ein Rückgriff auf ein mathematisches Verfahren zu Bildern führt, die Qualitäten bildhaft darstellen, also einer künstlerisch-einfühlsamen Interpretation bedürfen.
Für den Herbst plane ich in Wuppertal eine kleine Ausstellung mit Drucken und einem Seminar, um die Forschungsergebnisse von Hartmut Warm bekanntzumachen und um mit ihm in ein Gespräch zu kommen.
Über Mithilfe bei der Vorbereitung würde ich mich sehr freuen, bitte sprechen Sie mich bei Interesse an, auch bei Interesse an einem Vortrag in Ihrer Einrichtung.
(Literatur: Hartmut Warm, Die Signatur der Sphären – Von der Ordnung im Sonnensystem)

Peter Schottler, Kulturagent, Kontakt: Arbeitszentrum NRW, Martin-Luther-Str. 8, 42285 Wuppertal, Tel. 0202-80807, abends: 0202-2950595, Fax 0202-2950495)

erschienen in: Trigonal, Region Rhein-Ruhr, Februar 2002




Novalis – Zeitschrift für spirituelles Denken”, 1/2-2002

Die Suche nach der Sphärenharmonie

Die Signatur der Sphären von Hartmut Warm wurde im August 2001 veröffentlicht. Es handelt sich um die Sphärenharmonie und neue Forschung darüber, die der Verfasser – im Sinne einer Fortführung von Keplers Ansätzen in seinen großen Werken Mysterium Cosmographicum und Harmonice Mundi – mit klarem, durchdringendem Forschergeist gemacht hat. Nach einer ausführlichen Darstellung der Geschichte der Sphärenharmonie – mit Schwerpunkt Kepler – bringt Hartmut Warm ein ”Kaleidoskop” von einzigartigen Planetenverhältnissen in Text und Bildern von wunderschön aussehenden geometrischen Formen zusammen mit einer tiefgründigen Analyse deren Bedeutung. Die Exaktheit seiner Forschungsergebnisse ist faszinierend und erinnert sehr an Keplers Suche nach der Sphärenharmonie – nur sind die Mittel, die Hartmut Warm zur Verfügung stehen (etwa Computer-berechnete und -erzeugte Bilder der Planetenkonjunktionen über längere Zeiträume), unvergleichlich präziser und umfassender als diejenigen, worüber Kepler verfügte. Die weitreichende Verquickung von Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Musiktheorie beim Verfasser dieses Werkes Die Signatur der Sphären zeugt von einem modernen pythagoräisch-platonisch-keplerischen Geist, der – auf den Spuren der kosmischen Harmonie – eine kosmische Ordnung auf vielfältige Weise aufzudecken vermag. Das Buch bedeutet einen Meilenstein der neueren Forschung zu diesem Thema der Sphärenharmonie.

Robert Powell,
veröffentlicht in ”Novalis – Zeitschrift für spirituelles Denken”, 1/2-2002, S. 81




Das Goetheanum – Wochenschrift für Anthroposophie, Nr. 43, Okt. 2001

Die Signatur der Sphären – ein Buchhinweis

In den Wochen, als ich erneut intensiv über das Verhältnis von Tycho Brahe und Johannes Kepler nachdachte, um den obenstehenden Artikel zu schreiben, erschien ein höchst bemerkenswertes Buch: Die Signatur der Sphären von Hartmut Warm, veröffentlicht im August 2001.

Der Autor gibt in den ersten Kapiteln einen fundierten Abriß über die Geschichte der Sphärenharmonie von der Antike bis zur Gegenwart. Es folgt eine kritische Bearbeitung von Keplers Werk. Am Ende dieses Kapitels widerlegt der Autor die Ergebnisse Keplers mit mathematischen Methoden. Hierauf folgt keineswegs Entmutigung, sondern die Frage, ob mit den Methoden der Mathematik und Statistik nicht doch Antworten auf Keplers Fragen gefunden werden können. Auf über 180 Seiten verfolgt der Autor dieses Problem ganz im Geiste Keplers und kommt dabei zu faszinierenden Ergebnissen, die erstaunen und weitere Fragen aufwerfen. In einem umfassenden Anhang werden schwierige Detailfragen auch von methodischer Seite bearbeitet. Das umfangreiche Literaturverzeichnis schließlich kennzeichnet den Autoren als Kenner seiner Thematik.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir eine angeregte Debatte über die Inhalte und die Methode seines Werkes. Auch wenn es derzeit für mich noch viel zu früh ist, das Buch in seinem Gehalt wirklich zu erfassen, steht doch eines fest: Mit diesem Buch ist die Debatte um die Sphärenharmonie neu entfacht!

Markus Peters, Kiel
erschienen in ”Das Goetheanum – Wochenschrift für Anthroposophie”
Nr. 43/2001 vom 21. Okt. 2001, Seite 785




PM-Magazin online

Hartmut Warm: Die Signatur der Sphären. Von der Ordnung im Sonnensystem.

Keplerstern Verlag, Hamburg, DM 49 (direkt vom Verlag; sonst DM 58)

Der Name des Verlags ist Programm: Der Autor, über den im Buch nichts zu
erfahren ist, setzt das Programm des großen deutschen Astronomen und
Astrologen fort. Auf über 400 Seiten, versehen mit zahlreichen wunderschönen
Diagrammen (sie gleichen geometrischen Mandalas) erforscht der Autor die
Harmonien des Sonnensystems, mit dem sich seit Kepler niemand mehr
beschäftigt hat. Immerhin gibt es auch heute noch keine Erklärung für das
Titius-Bodesche Abstandsgesetz der Planeten – Warm liefert sie. Für alle
Zahlentüftler und Harmonienforscher.

Peter Ripota, PM-Magazin, veröffentlicht online unter:
(FAQ Nr. 171, Naturwissenschaften und Kulturgeschichte)
http://www.pm-magazin.de/wissen/faq/faq_011008.html
(Link nicht mehr vorhanden)