Das Goetheanum – Wochenschrift für Anthroposophie, Nr. 43, Okt. 2001

Die Signatur der Sphären – ein Buchhinweis

In den Wochen, als ich erneut intensiv über das Verhältnis von Tycho Brahe und Johannes Kepler nachdachte, um den obenstehenden Artikel zu schreiben, erschien ein höchst bemerkenswertes Buch: Die Signatur der Sphären von Hartmut Warm, veröffentlicht im August 2001.

Der Autor gibt in den ersten Kapiteln einen fundierten Abriß über die Geschichte der Sphärenharmonie von der Antike bis zur Gegenwart. Es folgt eine kritische Bearbeitung von Keplers Werk. Am Ende dieses Kapitels widerlegt der Autor die Ergebnisse Keplers mit mathematischen Methoden. Hierauf folgt keineswegs Entmutigung, sondern die Frage, ob mit den Methoden der Mathematik und Statistik nicht doch Antworten auf Keplers Fragen gefunden werden können. Auf über 180 Seiten verfolgt der Autor dieses Problem ganz im Geiste Keplers und kommt dabei zu faszinierenden Ergebnissen, die erstaunen und weitere Fragen aufwerfen. In einem umfassenden Anhang werden schwierige Detailfragen auch von methodischer Seite bearbeitet. Das umfangreiche Literaturverzeichnis schließlich kennzeichnet den Autoren als Kenner seiner Thematik.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir eine angeregte Debatte über die Inhalte und die Methode seines Werkes. Auch wenn es derzeit für mich noch viel zu früh ist, das Buch in seinem Gehalt wirklich zu erfassen, steht doch eines fest: Mit diesem Buch ist die Debatte um die Sphärenharmonie neu entfacht!

Markus Peters, Kiel
erschienen in ”Das Goetheanum – Wochenschrift für Anthroposophie”
Nr. 43/2001 vom 21. Okt. 2001, Seite 785


PM-Magazin online

Hartmut Warm: Die Signatur der Sphären. Von der Ordnung im Sonnensystem.

Keplerstern Verlag, Hamburg, DM 49 (direkt vom Verlag; sonst DM 58)

Der Name des Verlags ist Programm: Der Autor, über den im Buch nichts zu
erfahren ist, setzt das Programm des großen deutschen Astronomen und
Astrologen fort. Auf über 400 Seiten, versehen mit zahlreichen wunderschönen
Diagrammen (sie gleichen geometrischen Mandalas) erforscht der Autor die
Harmonien des Sonnensystems, mit dem sich seit Kepler niemand mehr
beschäftigt hat. Immerhin gibt es auch heute noch keine Erklärung für das
Titius-Bodesche Abstandsgesetz der Planeten – Warm liefert sie. Für alle
Zahlentüftler und Harmonienforscher.

Peter Ripota, PM-Magazin, veröffentlicht online unter:
(FAQ Nr. 171, Naturwissenschaften und Kulturgeschichte)
http://www.pm-magazin.de/wissen/faq/faq_011008.html
(Link nicht mehr vorhanden)


Sterntraum

Sterntraum

Die Frau erzählte mir
oft hat gefragt sie sich
warum die Sterne nicht
herunter fallen

Die Antwort irgendwann
fiel zu im Traume ihr
Weil sie sich alle an
den Händen halten


Schmetterling und Edelstein

Schmetterling und Edelstein

Farbenglanz im Federkleid,
lichte Blütenpflanzen,
Sternenordnung dort wie auch
im Planetentanzen.

Tausendfach hat die Natur
förmlich mir verraten,
daß der Gott sich nicht geirrt,
gut sein Werk geraten.

Schmetterling und Edelstein
mir entschieden haben,
Schönheit liegt am Grund der Welt,
aller Gottesgaben.

Freiheit hin zur Schönheit dir!
Laß kein Wesen leiden!
Für Sein Werk der Herrlichkeit
kannst du dich entscheiden.


Umkehr

Umkehr

Abkehr vom Konsum
das Gebot der Stunde
von Ewigwachstum
und Kaufdirheilkunde

Verbrauch minimieren
von Welt und Benzin
Plastik boykottieren
aller Werbung entfliehn

Abkehr vom Konsum
das Gebot dieser Zeit
Innerem Reichtum
sei dein Streben geweiht


Ethikerweiterung

Ethikerweiterung

Was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem andren zu.

Wir müssen es heute ausweiten,
dies Menschengebot frührer Zeiten:

Was du nicht willst, das man dir tu,
füg keinem fühl’nden Wesen zu.


Einem mutigen Mann

Einem mutigen Mann

Und alles spähn sie aus, selbst ihre Freunde.
Den aber, der es aufgedeckt, sie klagen
der Spionage an. Wutschnaubend jagen
sie ihn, dem höchste Ehre für sein Tun gebührt,
wie einen Schwerverbrecher um die Welt.

Doch diesmal, wenn ihr ihn auch nur anrührt,
ein Sturm könnt‘ euch global entgegenschlagen,
ihr Heuchler, der Empörung, den ihr nicht
bedacht, der euer Schwarzes Haus wie morsche Zedern
in Tunis, Lybien und Ägypten fällt.


Die Weihe

Die Weihe

Gemessenen Schlages fliegt sie umher,
den Kopf leicht gesenkt, und späht in die Aue,
die Spitzen der Flügel gleich Handschuhen, schwarz,
grauweiß das Gefieder von unten der Weihe.
Nach Jahren, willkommen, zurückgekehrt.

Zieht nun einen Bogen voll Eleganz,
zeigt schräg ihren Rücken, braungelb, welche Schöne,
den sonst zu schaun nur die Sonne das Glück.
Ihr Anblick mir nimmt diese Stund’ alle Schwere.
Flieg, herrlicher Räuber, dahin, leicht und frei!


Glück der Erde

Glück der Erde

Bei allem, was wir tun,
das Glück der Erde im Auge behalten,
und unsre Liebe zu ihr
für Geld nicht, nicht für Vergnügen ausschalten.

Und was diese Erde verletzt,
wenn die Menschen es tun allzeit in Massen
und immer weiter und mehr,
ich will es mit Stolz als Einzelner lassen.

Wenn‘s nicht sein muß, dann nicht
ins Auto oder ein Flugzeug steigen,
und oftmals muß es ja nicht.
Die Erde dankt Motoren, die schweigen.

Die Erde dankt allen auch,
die zu den Ställen hinschaun und achten,
wie die Tiere leben, die sie
verzehren. In welchem Geist wir sie schlachten.

Wasser und Wärme und Strom
wie aus himmlischem Füllhorn fließt aus den Wänden.
Mit ihnen behutsam sein.
Nur Narren der Erde Segen verschwenden.

Spaltet nicht Herz auf noch Zeit,
in die schöne Natur zur Erholung zu flüchten,
beim Brot und beim Broterwerb
mithelfen, die Erde zugrunde zu richten.

Nein! Menschen die Erde braucht,
die stehen bleiben, ihr Schauen ihr gönnen
und Leben in jedem Detail
als schützenswertes Geheimnis erkennen.

Bei allem, was wir heute tun,
das Glück der Erde im Sinn bewahren,
wie ihre Liebe zu uns
an hundert Stellen wir täglich erfahren.


Abkehr vom Konsum

Umkehr

Abkehr vom Konsum
das Gebot der Stunde
von Ewigwachstum
und Kaufdirheilkunde

Verbrauch minimieren
von Welt und Benzin
Plastik boykottieren
aller Werbung entfliehn

Abkehr vom Konsum
das Gebot dieser Zeit
Innerem Reichtum
sei dein Streben geweiht