Diese Gesetzmäßigkeit umfaßt alle regelmäßigen Sternfiguren einschließlich sämtlicher Nebensterne. Mit Nebenstern bezeichnen wir die Figuren, die durch die Linien der großen Sternfigur (Hauptstern) im inneren Bereich mitgezeichnet werden. Beim Fünfstern z.B. ist das das Fünfeck. Die Eckfigur gehört insofern zu den Nebensternen dazu. Beim Siebenstern werden schon zwei Figuren mitgezeichnet (beim Neunstern drei usw.). Insgesamt haben wir beim Siebenstern also drei Figuren (Hauptstern und zwei Nebensterne).
Um uns das Gesetz klar zu machen, gehen wir vom (gleichseitigen) Dreieck aus. Diesem zeichnen wir einen Inkreis ein und um seine Spitzen den Umkreis. Betrachten Sie bitte die folgende Abbildung, dann werden Sie die Gesetzmäßigkeit rein aus der Anschauung erkennen können. Lassen Sie sich Zeit dabei, haben Sie Geduld mit sich selbst und achten Sie auch darauf, was in Ihnen vorgeht, insbesondere in dem Moment, in welchem das Verständnis innerlich aufblitzt.

Die Gesetzmäßigkeit ließe sich also folgendermaßen formulieren: Die Größe sämtlicher Sternfiguren einer ungeraden Zahl (Hauptstern, Nebensterne inkl. Polygon=Eckfigur), mit Umkreisen umeinander gezeichnet, entspricht der Größe einer Verschachtelung von Dreiecken mit Umkreisen. Die Anzahl der Dreiecke ist gleich derjenigen der Figuren der betreffenden Zahl, beim Siebenstern sind es drei, Neunstern wären es vier etc.. Man kann die Verhältnisse auch berechnen: der Radius wächst mit jedem Schritt exakt um das Doppelte, die Fläche um das Vierfache an. Auch dies ließe sich bis in die Unendlichkeit fortsetzen.
Die geraden Zahlen sind gleichermaßen in die Gesetzmäßigkeit integriert, wenn auch auf eine nicht ganz so einfache Weise. Dies ist im Buch „Der Sternenorganismus“, Kapitel 4 im Detail ausgeführt. An dieser Stelle kann darauf nicht näher eingegangen werden; es sei nur gesagt, daß die Struktur bei den geraden Zahlen von Quadraten anstatt von Dreiecken gebildet wird. Und in ein Dreieck mit Um- und Inkreis passen genau zwei Quadrate (hierzu kommen wir noch beim Dritten Sternengesetz). Die Sterne gerader und ungerader Zahlen zusammen zeigen daher eine Oktavstruktur, d.h. die Flächen wachsen von Zahl zu Zahl um den Faktor Zwei an, so wie sich in der Musik die Schwingung von Oktave zu Oktave verdoppelt. Der Sternenorganismus als Gesamtheit aller Sternfiguren ist demnach auch ein musikalisches Gebilde. Im Modell sind die Sternfiguren in der vorderen Ebene platziert, die Struktur aus Dreiecken und Vierecken in der hinteren.