Drittes Sternengesetz

Im „Sternenorganismus“, Kap. 6 wird gezeigt, daß der Zwölfstern von allen Sternfiguren diejenige mit der größten Harmonie und Ausgeglichenheit ist und gewissermaßen im Zentrum aller Sternfiguren steht. Dies kann man sich geometrisch auf einfache Weise klar machen. Versuchen Sie bitte wieder zunächst selbst, die folgende Abbildung zu verstehen, bevor Sie weiterlesen. Die entscheidende Rolle spielt dabei das Verhältnis von Hauptstern (blau) und erstem Nebenstern (rot). Der erste Nebenstern im Inneren der jeweiligen Sternfigur wird auch außen eingezeichnet (magentafarben).

Hauptstern und erster Nebenstern, n = 8 bis 16, Abbildung aus „Der Sternenorganismus“,
© Keplerstern Verlag

Die Spitzen des inneren Nebensterns (in rot) werden durch die zugehörige Eckfigur (schwarz) verbunden. Exemplarisch wird eine der Seiten des außen eingezeichneten Nebensterns hervorgehoben. Wir sehen, wie diese Linie in Bezug auf das jeweilige schwarze Polygon von außen nach innen wandert. Nur beim Zwölfstern liegt sie direkt auf dem im mittleren Bereich befindlichen Zwölfeck. Insofern steht der Zwölfstern hier in der Tat in der Mitte aller Sternfiguren. (Bei der 13 sieht es aus, als wenn die Linie das 13-Eck berührt. Das liegt jedoch an der Strichstärke, tatsächlich liegt die Linie knapp außerhalb. Sie läuft noch außen, weil gerade und ungerade Sterne sich unterschiedlich verhalten.)

Die Struktur von Dreiecken und Quadraten bildet das Gerüst des Zweiten Sternengesetzes, wie wir bei dessen Erläuterung gesehen haben. Man könnte sie auch als Wirbelsäule des Sternenorganismus bezeichnen. Und die nächste Abbildung zeigt uns, daß Quadrat und Dreieck sich im Zwölfstern, und zwar in seinem ersten Nebenstern, vereinigen – so wie drei mal vier zwölf ergibt. Und schließlich ergibt das Umschreiben des Zwölfsterns mit einem Zwölfeck, daß wir beim Umkreis des nächsten Dreiecks landen. Und auch das ist mathematisch exakt. Ist es nicht wunderbar, wie dies alles zusammenpaßt?

Struktur des Sternenorganismus im Zwölfstern

Bezug zum Planetensystem

Nach Herausgabe der „Signatur der Sphären“ stellte sich für den Autor die Frage, warum der Zwölfstern in der Ordnung der Bewegungsbeziehungen der massereichen Planeten im äußeren Sonnensystem in so perfekter und vielgestaltiger Weise auftritt. Denn ein ausgewogenes Zusammenspiel der vier großen Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun ist für die langfristige Stabilität des Gesamtsystems von großer Wichtigkeit.


Ca. 20 Jahre später wurde die Antwort gefunden und im „Sternenorganismus“ veröffentlicht. Durch seine maximale Harmonie und Ausgewogenheit ist der Zwölfstern geometrisch geradezu prädestiniert, das „stabile Rückgrat“ unseres Planetensystems zu bilden. Und am Himmel zeigt sich das in den planetarischen Bewegungsfiguren darin, daß bei Jupiter/Saturn-Konjunktionen – die beiden mächtigsten Planeten – in Verbindung mit Neptun der Hauptstern und der erste Nebenstern der Zahl Zwölf zusammen in gleicher Weise realisiert werden, wie in der oberen Abbildung bei der 12 zu sehen. (Näheres dazu siehe ebenfalls den Artikel „Die Schönheit des Sternenorganismus“, Seite 8/9 oder „Der Sternenorganismus“, Kap. 6)


Das Dritte Sternengesetz gibt also auch eine Antwort darauf, warum der Zwölfstern im Planetensystem eine so entscheidende Rolle spielt.


Mathematisch läßt es sich übrigens so formulieren:

r²(max-1) / r(max) = r1

r(max) ist der Radius des Umkreises des Hauptsterns, r(max-1) derjenige des Umkreises des ersten Nebensterns, r1 derjenige des Polygon-Umkreises.
Nur für den Zwölfstern trifft diese Gleichung zu, so wie in der Abbildung oben nur bei der 12 die schwarze Linie genau auf der schwarzen Eckfigur liegt.